Ein Haus in einem kleinen Dorf im Bleniotal/TI, dass über 15 Jahre nicht bewohnt wurde, soll neu belebt werden. Die Elektrizität im Haus ist veraltet, ebenso die Wasserleitungen. Das Abwasser war nie an das öffentliche System angeschlossen. Die Fassade und die Innenwände besteht ausschliesslich aus Bruchsteinen, wahrscheinlich aus der Umgebung, die irgendwann mal verputzt wurden. Für die Böden sind Holzbalken eingelassen, auf denen 4cm dicke Holzdielen liegen. Die Wände wurden teilweise bemalt, was heute noch mit einer starken Patina sichtbar ist. Die Dachkonstruktion besteht aus Baumstämmen auf denen Schieferplatten als Abdeckung gelegt sind.


Das ganze Haus verfügt über neun Zimmer, von denen die meisten keiner festen Funktion zugeordnet sind. Geplant sind eine Küche, ein Badezimmer, ein Atelier und eine Werkstatt. Die restlichen Zimmer werden als Schlaforte eingerichtet. Es soll aber möglich sein die Kammer jederzeit umzugestalten.

 

Das Haus verfügt über sehr viel Tessiner Charme und soll nur minimal renoviert werden. Die dabei verwendetet Materialen, sind wenn immer möglich natürlichen Ursprunges. Dazu gehören Lehm, Kalk, Holz und Metall. Die Verarbeitung wird weitgehendst von Hand ausgeführt. Aufgrund des schlechten Zustandes der Strom.- und Wasserleitungen und des fehlenden Abwasseranschlusses wird versucht das Haus autark zu gestalten. Der Stromverbrauch soll von Anfang an auf das Nötigste reduziert werden. Der Rest soll mittels Solarpaneels in Kombination mit Akku sowie einem Generator bewerkstelligt werden. Bei der Wasserversorgung soll das Grauwasser filtriert und für den Garten benutzt werden können. Bei der Toilette wird eine Trockenvariante mit anschliessendem Kompost getestet. Um das Haus zu beheizen, sollen die alten Feuerstellen wieder instandgesetzt werden und die wichtigsten Räume wie Küche und Stube im Winter bewohnbar zu machen.

 

Für die Inneneinrichtung werden bereits gebrauchte oder entsorgte Gegenstände verwendet. Diese können angepasst oder auch komplett zweckentfremdet werden. Das vorhandene Dekor im Haus soll aufgegriffen werden und neu interpretiert werden.

 

Literatur: Roberto Donetto; Fotograf und Samenhändler aus dem Bleniotal